Wilhelm Jagusch, Betreuer der A-Junioren der JSG Am Dob.

Tja, wir haben im Mittelfeld den Ball nicht lange genug gehalten. Sie haben ihn zu oft und zu schnell verloren. Haben manchmal vielleicht zu lange mit dem Abspiel gewartet. Dadurch sind die zwei Tore gekommen.

Und sonst haben sie alle Mann gut gekämpft. Sie wollten auch, das konntest du merken.

Zum Hinweis auf die gute Partie, die sein Sohn gezeigt hatte, lachend: Ich bin zufrieden. Aber es geht ja nicht nur um den Torwart, sondern alle elf gewinnen das Spiel oder verlieren es zusammen.

Zu Domenic Karbergs Platzverweis: Die erste gelbe Karte hatte er gekriegt, weil er nach seiner Auswechselung noch über den Platz gelaufen ist. Und dann hat er wohl noch mal von hinten reingegrätscht oder geschubst von hinten. Das war der Frust, weil er von dem anderen getroffen worden ist.
 

Uwe Nielsen, Trainer JSG Loxstedt/Do./Dü./Stinst.

Es war ganz knapp und etwas unglücklich für uns. Wir hatten ja vier Minuten vor Schluss noch eine klare Chance ...

Wir haben es in der ersten Halbzeit ein bisschen verschlafen. Da hat Cadenberge sicherlich mehr den Kampf aufgenommen, und den haben wir nicht angenommen.

In der zweiten Halbzeit war das ein bisschen besser, aber unterm Schnitt ist das 2:2 ok, muss man so sagen.

Zufrieden bin ich nicht, denn wir wollten eigentlich gewinnen, weil wir oben mitspielen wollen. Von daher ist 2:2 zu wenig. Na gut, vom Spielverlauf her hätte es auch noch einen Elfmeter gegen uns geben können. Man hätte das pfeifen können.

Na gut, das Tor war vielleicht abseits, aber es nützt alles nichts, wir haben insgesamt drei, vier Chancen danach noch gehabt - die haben wir nicht reingetan.

Zum Platzverweis seiner Nummer 9: Er hatte schon Gelb und hat dann vielleicht noch irgendeine Kleinigkeit (begangen) - noch mal Gelb, und deshalb war’s dann eben Gelb-Rot. Die Nummer 9 ist der Vorstopper, Bastian Feierabend, der zieht aber auch mit nach vorne hin.
 

Dirk Meier, Trainer der A-Junioren der JSG Am Dobrock

Der Punkt ist erst mal glücklich, ein Punktgewinn, kann man sagen, also keine zwei Punkte verloren dadurch, dass wir in der zweiten Halbzeit doch sehr viel mehr Druck gemacht haben als in der ersten Halbzeit.

Es ist eine sehr kompakte Mannschaft, Stinstedt/Donnern, die auch schon wirklich gut Fußball spielen können, sehr aufgefallen ist mir der 10er, der 5er, aber auch alle anderen sind keine einfachen Durchschnittsspieler, sondern es sind schon richtig gute Fußballer dabei.

Man merkt auch, dass sie körperlich sehr gut beisammen sind, uns etwas überlegen waren, die Zweikämpfe haben die eher aufgenommen als wir. Wo wir die mit stark gemacht haben, war mit den vertändelten Bällen in der eigenen Hälfte, dass wir aus der Abwehr keine klaren Schläge rausgekriegt haben, uns selber immer unter Druck gebracht haben mit Fehlpässen, bzw. hinten keine klare Linie hatten, um den Ball vernünftig ins Mittelfeld weiter zu tragen.

Durch die vielen Fehlpässe haben wir sie praktisch immer wieder eingeladen, haben eine Einladungskarte nach der anderen geschickt und ihnen es so einfach gemacht. Sie waren heute wirklich feldüberlegen, wir konnten uns nur sporadisch ein bisschen lösen.

Wir konnten dann doch aber den einen oder anderen brandgefährlichen Einsatz starten, bei dem z.B. Andre Olsowski kurz vor Schluss elfmeterreif gefoult wurde - das war hunderprozentig klar. Ich habe eben noch mit dem Schiedsrichter gesprochen, der meinte, dass das wohl Vorteil gewesen wäre, aber Andre war die vorderste Spitze.

Resümee: Wir müssen die Defensive noch mehr verstärken, obwohl ich das heute schon vor dem Spiel ein paar Mal gesagt habe. Sie spielen einfach zu viel Harakiri-Fußball. Bei der Zuteilung der Spieler hat es so einigermaßen geklappt, und gegenüber den anderen Spielen hat man da schon eine Änderung gesehen.

Durch das Umfeld hier in Cadenberge ist der Erwartungsdruck natürlich auch sehr hoch. Den Druck versuchen wir etwas zu nehmen und runterzuschrauben, aber letztlich haben wir hier mit der A-Jugend auch ein Ziel. Wir wollen vernünftigen Fußball spielen, wir wollen oben mitmischen. Das ist eine ganz klare Aufgabe von mir und auch von allen anderen.

Und wir wollen die Jungs auch dahin bekommen, dass sie in diesem Jahr schon an das Umfeld der Herrenmannschaften herangeführt werden mit allem Drum und Dran. Sie sollen schon jetzt und mit dem heutigen Tage anfangen, schon in den Herrenbereich reinzuschnuppern. Nur so haben wir auch in Zukunft vernünftige Fußballer, die wir in den Herrenmannschaften mit einbauen können.

Marten Schruteck hat heute unwahrscheinlich mannschaftsdienlich gespielt. Er ist ein unwahrscheinlich starker Flügelspieler. Er hatte durch seine gelbe Karte allerdings heute ein kleines Handicap. Er hat sich aber nicht weiter provozieren lassen, sondern mit Bravour weiter gearbeitet. Sehr routiniert und Klasse gemacht.

Auch der Torwart hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Martin hat wirklich den Punkt zum Schluss festgehalten. Das war natürlich glücklich, der Schuss gegen die Latte.
 

Fazit

Dirk Meier: Unterm Strich war es ein glücklicher Punkt, den wir uns erarbeitet haben, ein Arbeitsspiel. Aber den Punkt haben wir uns verdient, und das ist auch gut so, damit die Jungs den Mut nicht verlieren.

Zum Abschluss wollen wir heute Abend noch eine Stunde bohlen, Baguette essen und uns zusammensetzen, was trinken und schön zusammensitzen. Ich möchte mich auch noch mal bedanken für die tolle Arbeit in der Vorbereitung, die die Jungs geleistet haben.

Sie haben mir heute schon offenbart, sie könnten ruhig ein bisschen mehr Training ab. Ich bin etwas zaghaft rangegangen, hätte wohl etwas mehr auf Kondition gehen können, sie hätten noch mehr vertragen. Aber konditionell habe ich das Problem heute eigentlich nicht gesehen.
 

Kommentare zum Spiel
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