Germania Cadenberge - TSV Bevern 1:4 (1:3)

Fußball-Bezirksliga

Sonntag, 4.9.05, 15:00 Uhr

4. Punktspiel

Sophien-Park, Cadenberge

Zuschauer: 200

Schiedsrichter: Reiner Tienken, FC Worpswede

Assistent 1: Steffen Kück, TSV Eiche Neu Sankt Jürgen

Assistent 2: Karl-Heinz Neumann, SV Nordsode

 

Tore:

1:0, 2. Min. Lars Höhmann, Cadenberge

1:1, 3. Min. Torben Stüve, Bevern

1:2, 27. Min. Florian Grotheer, Bevern

1:3, 28. Min. Andreas Grotheer, Bevern

1:4, 68. Min. Andreas Grotheer, Bevern

Stimmen zum Spiel

Cadenberges Trainer Helmut RoggeCadenberges Trainer Helmut Rogge:

Ein verdienter Sieg der Gäste. Nach zwei Minuten gehen wir 1:0 in Führung, und dann müsste ja eigentlich ein bisschen Ruhe eintreten in die Truppe. Aber genau das Gegenteil fand statt.

Im Gegenzug haben wir uns das 1:1 eingefangen - Abwehrfehler Lars Höhmann.

   Foto Schinke

Na ja, ich hatte drauf hingewiesen, dass der Gegenspieler , Stüve, der Neuner, stark und schnell ist. Ja, gut, wir konnten ihn nicht halten, er macht das Tor.

Dann haben wir ganz und gar den Faden verloren, überhaupt nicht mehr ins Spiel gefunden, die Zweikämpfe nicht angenommen, worauf ich hingewiesen hatte, dass es eine zweikampfstarke, clevere Truppe ist.

Man hat gesehen, wie der Fünfer, der Steenbock, bei jeder Aktion, wo er nur ein bisschen berührt wurde, fiel er. Und dann kam da ein Freistoß ...

Wenn man gegen so eine Mannschaft nicht in die Zweikämpfe geht, dann verliert man solche Spiele, und das passierte am heutigen Tage - das 2:1 eingefangen durch einen dummen Elfmeter.

Auch, wenn man sagt, das war keiner, aber der Schiri hat gepfiffen. Er stand unter Beobachtung. Das hatte ich im Vorwege auch schon gleich erzählt, dass sie vorsichtig sein müssen. Man erkannte, dass es kein Heimschiedsrichter ist. Er hat den Elfer gegen uns gepfiffen, und der wurde verwandelt.

Und dann machten sie auch noch das 3:1. Uns fehlte einfach die Lauffreudigkeit. Man hat sich nicht angeboten, nicht den Ball gefordert. Der Ballführende war heute der ärmste Mann auf dem Platz. Und wenn das so weitergeht, sehen wir sehr schweren Zeiten entgegen.

In Debstedt fehlen mir nächste Woche fünf Leute, jetzt weiß ich noch gar nicht, wo ich die ...

Die A-Jugend ist auch nicht da, die sind in Holland. Die anderen vier fehlen berufsbedingt. Vielleicht kann da mal was Außergewöhnliches passieren. Aber was soll’s. Wir müssen eine ganz andere Einstellung zu Tage bringen, um in der Bezirksliga bestehen zu können. Mit dieser Einstellung haben wir in dieser Klasse überhaupt nicht zu suchen. Einige müssen ein wenig umdenken.

Nach den Gegentoren hat man sich gehen lassen. Zweite Halbzeit noch mal kurz was versucht, aber die letzten zwanzig Minuten hat man sich regelrecht nach dem vierten Gegentreffer gehen lassen. Da passierte gar nichts mehr nach vorne hin.

Da war ich enttäuscht, dass die Einwechselspieler, die vorne rumliefen, sich überhaupt nicht gezeigt haben. Man muss den Ball mal fordern. Gut, es liegt nicht nur an denen - es war einen blamable Leistung der gesamten Truppe von Nummer eins bis Nummer vierzehn.

Dagegen gewehrt haben sich eben nur der Höhmann und Stefan von Essen und der Timo Stelling, der noch ein bisschen gekämpft hat, und Geoffrey Venohr eine halbe Stunde, und dann war es auch vorbei.

Es war aber auch ein Gegner, der im letzten Jahr unter den ersten Vieren stand. Im letzten Jahr waren die richtig oben. Ich guck auch gar nicht auf die Tabelle. Ich muss sehen, dass wir punkten - und jetzt die Cuxhavener anrufen.

Sprach’s und gab seinen Spielbericht an die Zeitung durch.

Mannschaft Germania Cadenberge

1. Christian Ramm

12. Sascha Tollkühn

2. Lars Höhmann (M)

13. Patrick Mentz

3. Patrick Schmarje

14. Stefan von Essen

4. Dominik Schmarje

2.Tw: Florian Heinßen

5. Thorsten Drochner

 

6. Torben Kwiatkowski

Trainer: Helmut Rogge (48)

7. Björn Hackländer

 

8. Johannes Fischer

 

9. Timo Stelling

 

10. Geoffrey Venohr

 

11. Christian Peycke

 

 

 

Mannschaft TSV Bevern

1. Hendrik Lemke

12. Tim Geestmann

2. Matthias Gose

13. Karsten Christiansen

3. Markus Junge

14. Ronald Eckhoff

4. Thomas Schnakenberg

15. Michael Stüve

5. Sven Steenbock

16. Henning Willem

6. Hakon Steffens

2.Tw: Horst Lemke

7. Jan Peper

 

8. Oliver Gramkow (M)

Trainer: Holger Steenbock (42)

9. Torben Stüve

Betreuer: Heiner Heins

10. Andreas Grotheer

 

11. Florian Grotheer

 

 

 

Spielverlauf 1. Halbzeit

Bei schönsten Sonnenschein und über 200 Zuschauern in Cadenberge starteten die Hausherren furios und gingen bereits in der 2. Minute durch Kapitän Lars Höhmann, der sich auf der rechten Seite mit in den Angriff eingeschaltet hatte, mit einen Flachschuss aus 20 Metern ins linke untere Toreck 1:0 in Führung.

Die Freude währte jedoch nur kurz, denn bereits unmittelbar nach dem Wiederanstoß gelang den Bevernern schon der Ausgleich zum 1:1 durch ihren quirligen Mittelstürmer, Torben Stüve.

Die Heimmannschaft ließ sich dadurch jedoch noch nicht aus dem Konzept bringen und spielte zunächst weiter konzentriert und mit gefälligen Kombinationen nach vorne. Torben Kwiatkowski, Björn Hackländer, Lars Höhmann in der Abwehr und auch die meisten anderen Spieler der Gastgeber konnten dabei phasenweise durchaus gefallen.

Doch Fortuna war wieder einmal nicht im Bunde mit den Germanen - Bevern erhielt in der 26. Minute einen Strafstoß zugesprochen, der von Florian Grotheer sicher verwandelt wurde - halbhoch neben den linken Pfosten.

Und es sollte noch schlimmer kommen. Nur eine Minute später folgte der zweite Paukenschlag - ein Fernschuss von Andreas Grotheer aus etwa 15 - 20 Metern, der direkt auf die Tormitte zielte, der Ball setzte vor Torwart Christian Ramm noch einmal kurz auf und fand dann die Lücke unter ihm hindurch ins Netz.

Der Anfangs gute Rhythmus der Cadenberger wurde dadurch erheblich gestört - statt schnell zu führen, mussten sie jetzt plötzlich einem deutlichen Rückstand hinterher rennen, und die dadurch entstandene Verunsicherung schlug sich auch in zunehmenden Fehlpässen und individuellen Fehlern nieder.

Spielverlauf 2. Halbzeit

Cadenberges Trainer Rogge versuchte, mit einem Komplettwechsel aller drei Ersatzspieler noch etwas zu bewegen, und in den ersten 10 Minuten nach der Pause brachten die drei Neuen, Patrick Mentz, Sascha Tollkühn und Stefan von Essen, auch etwas frischen Wind in die Partie. Doch diese Wirkung verpuffte zusehends.

Nach etwa 15 Minuten der zweiten Halbzeit konnten sich die in gelb-schwarz spielenden Gäste vom Cadenberger Ansturm befreien und ihrerseits weitere gefährliche Angriffe starten.

Mit einem davon war der Gast dann auch noch ein viertes Mal erfolgreich. In der 68. Minute gelang Andreas Grotheer sein zweiter Treffer zur 4:1-Führung für Bevern mit einem Weitschuss.

Die gespannten Nerven der Hausherren brachten danach außer zwei Gelben Karten für zu hartes Einsteigen kein produktives Zusammenspiel mehr zu Stande - eine Viertel Stunde vor Schluss mag der offenbar uneinholbar erscheinende Vorsprung wohl zur Resignation geführt haben - eine Resultatsverbesserung gelang dementsprechend auch nicht mehr.

Die Berverner erspielten sich in der 84. Minute noch eine gute Tormöglichkeit bei einer Kombination über den rechten Flügel, die Sven Steenbock aufnahm, jedoch knapp am linken Pfosten vorbeischoss. Auch nicht besser machte es der ansonsten stark spielende Mittelstürmer Beverns, Torben Stüve, als er das leere Tor der Cadenberger nicht traf.

Fazit: Eine frühe Cadenberger Führung wurde im Gegenzug egalisiert. Danach folgten zwei weitere Gegentreffer unter deprimierenden Umständen - so etwas steckt auch die routinierteste Mannschaft nicht so einfach weg. Verständlich,  dass die jungen Cadenberger dieses Spiel nicht mehr in den Griff bekamen.

Der Gästespieler ist schneller am Ball
eine umkämpfte Partie mit einigen Fouls
der Schiedsrichter dirigierte die Spieler mit präzisen Anweisungen
die Flanke kommt gut, doch kein Cadenberger kommt heran

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Stimmen zum Spiel

Beverns Trainer Holger SteenbockBeverns Trainer Holger Steenbock:

Wir hatten uns vorgenommen, das Spiel defensiv anzugehen. Das ist aber mit der ersten Aktion, dem Gegentor, gleich in die Hose gegangen. Aber zum Glück machten wir im Gegenzug gleich das Ausgleichstor.

Und danach, muss ich sagen, haben wir eigentlich in der Defensive  gut gestanden. Wir haben die Fehler, die Cadenberge auch gemacht hat, im Aufbauspiel für uns genutzt und dann unsere Konter nach vorne gefahren.

Das zweite Tor, Elfmeter, gut, dass war vielleicht letztendlich die Entscheidung. Aber dann auch das 3:1 gleich danach, wo der Torhüter Ramm sehr schlecht aussieht, das war schon eine Vorentscheidung.

Wichtig war eben dann in der zweiten Halbzeit, den ersten Ansturm zu überbrücken. Da war es auch ein bisschen enger, ohne dass Cadenberge jetzt eine klare Torchance hätte. Aber wenn da ein Tor gefallen wär, hätte das Spiel noch mal kippen können.

Aber sonst haben wir auch so, wie wir es erwartet haben  gespielt, uns boten sich die Konterchancen. Mit dem 4:1 war das Spiel dann auch entschieden. Ich denke, da war dann der Widerstand endgültig erlahmt.

Ja zum Schluss sind wir leichtfertig mit den Torchancen umgegangen, da hätten durchaus noch zwei, drei Tore mehr fallen können. Also, wenn man einen Makel suchen würde, dann wäre er eigentlich nur in der Chancenverwertung.

Aber wir haben gestern Junggesellenverabschiedung gehabt mit unserem Mannschaftsführer, und da war fast die ganze Mannschaft dabei. Dafür haben sie sich gut verkauft. Da merkte man, dass die Konzentration nachher ein bisschen fehlte. Wir haben auch bis spät in die Nacht “gekämpft”.

Stimmen zum Spiel

Birger Venohr, Germania CadenbergeBirger Venohr, stellv. Abteilungsleiter von Germania:

Ich habe die 1. Halbzeit nicht ganz verfolgen können, bin gekommen als es 1:1 stand. Nach dem fragwürdigen Elfmeter, der für mich keiner war, kam dann das 3:1. Von der Seite hab ich gehört, das das wohl abseits gewesen sein soll. Ich hab nur hinterm Tor gestanden und konnte das so nicht sehen.

Aber letzten Endes, selbst wenn das abseits gewesen ist, stellt sich die Frage, warum der Spieler auch unbedrängt durchs Mittelfeld laufen kann, dann den Ball spielen kann und nachher ein Tor fällt?

Gut, zur Halbzeit die Variante mit drei neuen Spielern zu Beginn sicherlich nicht verkehrt, insbesondere Lars Höhmann ins Mittelfeld zu ziehen, fand ich eine sehr gute Idee, weil er da noch mal ein bisschen mehr Schwung reingebracht hat.

Nur im Endeffekt war es aber nicht so, dass man aus meiner Sicht sich sagte: “Lasst es uns noch mal anpacken!” Die Körpersprache der Spieler war eigentlich nicht dazu da, dass man jetzt wirklich versucht hätte, ein 3:1 umzubiegen.

Es mag aber auch daran gelegen haben, dass sich manche Spieler vom Schirigespann so ein bisschen benachteiligt gefühlt haben.

Beim 4:1 kein Vorwurf an den Torwart, sondern da muss man sich wirklich fragen, warum ein Spieler in der Bezirksliga so viel Zeit und Platz hat, den Ball anzunehmen, sich positionieren kann, um den Ball dann ins lange Eck zu spielen.

Das ist ein ganz klarer Abwehrfehler gewesen, bzw. ein genereller Mannschaftsfehler, weil da überhaupt nichts zusammen passte.

Bevern hatte es letzten Endes auch verdient, hier als Sieger vom Platz zu gehen. Vielleicht nicht unbedingt mit einem 4:1, weil man den Verlauf hätte sehen müssen. Wir hätten noch eine Möglichkeit gehabt, einen Elfmeter zu bekommen. Ich glaub, es war Lars Höhmann, den sie da gefoult haben. Aus meiner Sicht war es eine gleiche Foulsituation wie beim Elfmeter von Bevern.

Da hab ich auch das Verständnis für die Spieler, wenn sie sagen: “Warum pfeift das bei mir keiner?” Dann ist die Frage, machen wir den Elfmeter rein, steht es 3:2, dann geht noch mal ein Ruck durch die Mannschaft.

Letzten Endes hat es Bevern aber auch clever zu Ende gespielt. Dann haben aber auch unsere Jungs, was ich vermisst habe, (nicht gezeigt) noch mal wirklich zu wollen.

Sie (Bevern) haben es im Endeffekt sehr clever gemacht, haben sich dann auch so ein bisschen zurückgezogen, haben das Mittelfeld gut gestaffelt, eng gestanden. Und haben also auch wirklich dann von unserer Seite aus kaum einen Spielfluss zustande kommen lassen und letzten Endes dann auch verdient das Ding gewonnen. Das muss man so sagen.

Wenn das Spiel unentschieden ausgeht, sollten normalerweise vom Leistungspunkt her beide Mannschaften zufrieden sein. Unglücklich war wirklich die 3:1-Halbzeitsituation, die wir hatten, aber ich finde, Bevern hat es das dann im Endeffekt auch gut runter gespielt und hat dementsprechend auch verdient gewonnen.

Die Schiedsrichter standen unter Beobachtung
Cadenberge am Ball
mit Herz und Seele dabei
eine gute Kombination
kaum gekommen, sah er , wie Bevern zwei Tore schoss
Notizen für die spätere Beurteilung

Spannung und Gelassenheit an der Seitenlinie

Cadenberges Trainer Helmut Rogge (im blauen Hemd) hatte nur wenig Anlass zur Freude

Sein Kollege Holger Steenbock (li.) und Betreuer Heiner Heins vom TSV Bevern konnten sich das Spiel entspannter ansehen

Das Schiedsrichtergespann,
v.li.: Assistent Steffen Kück, Spielleiter Reiner Tienken, Assistent Karl-Heinz Neumann

Sportredakteur Helmut Huppmann von den Cuxhavener Nachrichten war auch vor Ort

Reinhard Joost aus Otterndorf pfiff früher bis zur Landesliga und war als Schiedsrichterbeobachter anwesend

Linksaußen Michael Peycke (li.) passt den Ball mit der Innenseite zu; in der Mitte Patrick Schmarje

eine gut gefüllte Reihe an der Straßenseite
die Ecke hat aber leider nichts eingebracht
Die gelb-schwarzen Beverner als Abstandshalter
in der Mitte fordert ein Beverner antrittsschnell den Ball
links greift Beverns Kapitän, Oliver Gramkow (8), an
und Schiedsrichterassistent Karl-Heinz Neumann geht engagiert mit
doch wo ist der Ball?
Glück für Cadenberge
links steht oder geht Christian Peycke (11) frei und anspielbar

Für Cadenberger Verhältnisse waren relativ viel Zuschauer da

Cadenberges Björn Hackänder (li.) legt sich den Ball zum Freistoß zurecht

Gespannt beobachten die Zuschauer, wie Christian Peycke eine Ecke schlägt

Einwurf für Bevern durch Jan Peper, rechts mit der Nr. 3 Markus Junge

Anspielstation gesucht von Lars Höhman - Christian Peycke (11) steht gedeckt, und auch Johannes Fischer rechts nicht optimal

Björn Hackländer hat einen Freistoß von der Seitenlinie hereingegeben

Cadenberges Patrick Schmarje (3) hat sich mit nach vorne eingeschaltet

zu spitzer Winkel für Beverns Torben Stüve (9), der den Ball nicht mehr vorlegen kann

Geoffrey Venohr versucht es mit einem Alleingang durch die Mitte, bleibt aber hängen

Zu guter Letzt - ein kleines experimentelles Video eines Cadenberger Freistoßes (16 Sek/3,4 MB Datei) - erfüllt zwar keine Qualitätsansprüche, ist aber “Musik drin”!

Downloaddauer bei Schmalband (Modem) 10 -20 Minuten
Downloaddauer bei Schmalband (Modem) 10 -20 Minuten

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Cadenberge - Bevern
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