TSV Germania Cadenberge - SV Vorwärts Hülsen 3:6 (1:2)

Fußball-Bezirksliga

Sonntag, 25.9.05, 15:00 Uhr

Punktspiel

Sophien-Park, Cadenberge

Zuschauer: 120

Schiedsrichter: Daniel Kurschat, TSV Wiepenkathen

Assistent 1: Dirk Kessler, Schwinger SC

Assistent 2: Hauke Allenberg, SV Agathenburg/Dollern

 

Tore:

0:1, 1. Min. Mark Böning, Hülsen

1:1, 6. Min. Geoffrey Venohr, Cadenberge (Elfmeter)

1:2, 13. Min. Robin Kühne, Hülsen

2:2, 51. Min. Geoffrey Venohr, Cadenberge

2:3, 60. Min. ?, Hülsen

2:4, 79. Min. Mirko Cordes, Hülsen

3:4, 82. Min. Geoffrey Venohr, Cadenberge (Elfmeter)

3:5, 87. Min. Jens Baltrusch, Hülsen (Elfmeter)

3:6, 88. Min. Mirko Cordes, Hülsen

Stimmen zum Spiel

Cadenberges Aushilfstrainer Eckhard BockCadenberges Trainer Eckhard Bock, der den im Urlaub weilenden Helmut Rogge vertrat:

Vorwärts Hülsen hat sich hier als sehr lauf- und spielstarke Mannschaft gezeigt, obwohl wir in der ersten Halbzeit nicht so sehr ins Spiel gekommen sind und durch eklatante Abwehrfehler auch schon in der ersten Minute das 1:0 hinnehmen mussten.

Diese Fehler schlichen sich mehr oder weniger durchs ganze Spiel. Wenn man zu Hause sechs Tore eingeschenkt bekommt, darf man sich natürlich nicht wundern, dass es letzten Endes nicht mal zu einem Punkt reicht.

Aber im Großen und Ganzen war in der zweiten Halbzeit die Einstellung besser. Nach dem 3:4 hatten wir durchaus die Chance zum 4:4, doch das haben wir leider nicht gemacht, und gleich danach fiel dann das 3:5 durch den Elfmeter. Dann war die Luft bei uns raus, und mit dem Schlusspfiff erhöhte Hülsen noch auf 6:3.

Insgesamt haben sich die Germanen sehr gut gewehrt. Sehr stark war für mich heute erstens der Torhüter, Christian Ramm hat sehr gut gespielt. Auch eine gute Partie lieferte Geoffrey Venohr, der heute nicht nur drei Tore gemacht hat, sondern sich auch sehr stark spielerisch in Szene gesetzt hat.

Wir hatten das so besprochen: Wenn man fußballerisch mit dem Gegner nicht so mithalten kann, muss man seine Eigenschaften in die Waagschale werfen, d.h. durch Laufarbeit und Kampfbereitschaft, und das hat die Mannschaft an und für sich sehr gut getan, und sie hat auch, glaube ich, kämpferisch überzeugt. Läuferisch war es nicht immer so.

Aber sonst kann man im Großen und Ganzen durchaus hoffen, dass mit dieser Einstellung mit Sicherheit noch der eine oder andere Sieg zum Ziel Klassenerhalt erreicht wird.

Das Ergebnis von 6:3 entspricht meiner Meinung nach nicht dem Spielverlauf, denn in der zweiten Halbzeit haben wir eine Menge Druck gemacht. Und wenn wir das Glück haben, das 4:4 zu machen - wer weiß, wie das Spiel nachher ausgeht.

Hülsen hat sich so dargestellt, wie man mir das gesagt hatte: eine laufstarke, spielstarke Mannschaft, die drei, vier Leute dabei hat, die schon mal Klassen höher gespielt haben.

Obwohl der Baltrusch von unserem Spielführer Lars Höhmann fast ausgeschaltet worden ist, und auch der 11er, der Kühne, bei Dominik Schmarje in sehr guten Händen war.

Unsere haben sehr couragiert und engagiert gespielt und sind auch immer wieder zu jedem Laufweg bereit gewesen.

Hinten hätten wir sie, wenn wir einen guten Sturm gehabt hätten, in der Hintermannschaft sicher auch das eine oder andere Mal arg in Bedrängnis bringen können.

Fußballerisch, spielerisch waren sie ganz einfach besser, das muss man fairerweise sagen. Der Sieg geht letzten Endes in Ordnung, aber dieses 6:3 sieht so ein bisschen nach einem herausragenden Spiel aus, aber so schlimm ist das auch nicht.

Mannschaft TSV Germania Cadenberge

1. Christian Ramm

12. Sascha Tollkühn

2. Lars Höhmann (M)

13. Julian Uhlig

3. Patrick Schmarje

14. Stefan von Essen

4. Dominik Schmarje

15. Patrick Mentz

5. Thorsten Drochner

2.Tw: Florian Heinßen

6. Johannes Fischer

 

7. Björn Hackländer

Trainer: Eckhard Bock (63)

8. Torben Kwiatkowski

Betreuer: Reiner Gerdts

9. Timo Stelling

 

10. Geoffrey Venohr

 

11. Christian Peycke

 

 

Besonderes: Geoffrey Venohr schoss alle 3 Tore für Germania

Mannschaft SV Vorwärts Hülsen

1. Frank Schwarzbach

12. Björn Brecht

2. Jens Baltrusch

13. Andre Kappel

3. Kai Lewitzki

14. Sören Cordes

4. Boris Allerheiligen

15. Maik Alpert (Spielertrainer)

5. Boris Cordes (M)

 

6. Mirko Cordes

 

7. Malte Ruge

Trainer: Maik Alpert (37)

8. Lasse Gehlich

Betreuer: Frido Oertmann

9. Mark Böning

 

10. Willhelm van den Boom

 

11. Robin Kühne

 

 

Frank Schwarzbach spielte für den gesperrten Stammtorwart (rote Karte im letzten Spiel)

Spielverlauf 1. Halbzeit

In Cadenberge sollten Zuschauer rechtzeitig da sein, denn im Moment spielen sich dort wichtige Szenen bereits in den Anfangsminuten ab.

Bei einem der ersten Angriffe der Gäste dribbelte sich deren Mittelstürmer Mark Böning bis in die linke Strafraumseite der Cadenberger durch, und bei seinem kurz angesetzten Schuss  halbhoch neben den linken Innenpfosten machte Torwart Christian Ramm keine glückliche Figur, obwohl er direkt daneben stand.

Doch die Cadenberger ließen sich davon nicht irritieren und spielten mit viel Einsatz und Druck ihrerseits nach vorne, so dass zunächst eine relativ offene Partie zustande kam.

In der 6. Minute wurde Björn Hackländer regelwidrig zu Fall gebracht. Den fälligen Freistoß verwandelt Jeoffrey Venohr für die Hausherren sicher zum 1:1-Ausgleich.

Doch schon in der 13. Minute musste Cadenberges Torwart Ramm wieder hinter sich greifen - gegen den Kopfball von Hülsens gefährlicher Nr. 11, Robin Kühne, zeigte er keine Reaktion, und es hieß 1:2 für die Gäste.

Die Mannschaft des SV Vorwärts Hülsen war als Tabellenvierter gekommen und verfügte dementsprechend über bessere spielerische Mittel als die Hausherren, die das jedoch durch kämpferischen Einsatz auszugleichen versuchten.

Die “Lufthoheit” besaßen allerdings die Gäste, die das Kopfballspiel taktisch geschickter angingen und dadurch die meisten Zweikämpfe “im ersten Stock” für sich entscheiden konnten.

Allerdings überboten sie sich auch im Auslassen guter Torchancen, wobei jedoch Cadenberges Torwart Ramm, der sich nun zunehmend steigerte, kurz vor der Pause zweimal hervorragend hielt.

So gingen die Hausherren mit einem 1:2-Rückstand in die Pause.

Spielverlauf 2. Halbzeit

Kurz nach dem Wiederanpfiff war es der sehr gut aufgelegte Geoffrey Venohr, der den Ausgleich zum 2:2 für den Gastgeber erzielte. Nachdem er drei Gegenspieler umdribbelt hatte, landete sein nicht unhaltbarer Schuss knapp neben dem linken Pfosten, wobei sich der Hülsener Torwart, Frank Schwarzbach, entscheidend verschätzte.

In der 62. Minute kann Cadenberges Torwart Ramm mit einer schönen Faustabwehr bei einer Hülsener Flanke glänzen, und fünf Minuten später schließt Björn Hackländer einen schönen Alleingang über den rechten Flügel mit einem gefährlichen Torschuss ab.

Doch die Hülsener nutzen eine weitere Unsicherheit in der Cadenberger Hintermannschaft zur erneuten Führung (2:3) in der 60. Minute, und nach ihrem folgenden Treffer zum 2:4 scheint die Partie gelaufen zu sein.

Die Hausherren geben sich aber noch nicht geschlagen, werfen alles nach vorne und bekommen nach einem Foul im Hülsener Strafraum einen Elfmeter zugesprochen, den wiederum Geoffrey Venohr zum zwischenzeitlichen 3:4 Anschlusstreffer verwandelt.

In den letzten Minuten steht jetzt das Spiel auf der Kippe - doch die Waage neigt sich einmal mehr zu Ungunsten der Germanen. Nach einem langen Bein des zurückgeeilten Björn Hackländers gegen einen Hülsener Angreifer, geht dieser pflichtgemäß zu Boden, und Schiedsrichter Kurschaft verhängt den dritten Strafstoß in dieser Begegnung.

Jens Baltrusch von Vorwärts Hülsen läßt sich diee Chance nicht entgehen und verwandelt 3 Minuten vor Schluss den Elfmeter zur 5:3-Führung für die Gäste, die bei einem Konter kurz danach noch einen weiteren Treffer zum 6:3-Enstand  durch Mirko Cordes drauflegen.

Fazit: Nach anfänglichen Unsicherheiten in der Abwehr konnten die Germanen lange Zeit mithalten und die Hülsener teilweise wirkungsvoll in Bedrängnis bringen. Am Ende hätte es bei etwas mehr Glück auch eine Punkteteilung geben können, doch aufgrund der spielerischen Überlegenheit und größeren Cleverness ist der Sieg der Gäste leistungsgerecht.

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Stimmen zum Spiel

Hülsens Spielertrainer Maik Alpert, früher in der Amateur-Oberliga bei Arminia Hannover und in der erfolgreichen Verbandsligamannschaft des TSV Verden aktiv:

Wir haben in der ersten Halbzeit absolut versäumt, das Spiel zu entscheiden. Wir waren vier, fünf Mal allein vorm Tor - dass ist eine ganz eindeutige Sache - die müssen rein. Dann wäre das ganze Spiel entschieden.

Und dass es dann hier noch so dramatisch wird, ist eigentlich unsere Schuld gewesen. Im Prinzip ist es für uns das Wichtigste, das wir die drei Punkte geholt haben. Doch die Torausbeute ist einfach zu schwach.

Wir müssen eigentlich noch viel lernen. Die Jungs sind vorne alle noch sehr jung. Aber trotzdem muss man so ein Spiel in der ersten Halbzeit entscheiden, indem man zwei, drei Tore vorlegt. Dann ist es auch ein ruhiges Spiel - das ist auch unser Spiel, aber das haben wir heut versäumt.

Und da muss ich auch ein Lob an Cadenberge geben. Die haben sich nie aufgegeben, sind auch immer wieder rangekommen, das konnte man ja sehen. Das hat ziemlich lange gedauert, bis das Spiel entschieden war.

Schiri-Beobachter Kopf macht sich Notizen für die spätere Beurteilung

Als Schiedsrichterbeobachter war der Kreis-Lehrwart und Regional-Referent, Matthias Kopf, vom MTV Lüdingworth zugegen.

In seiner aktiven Zeit leitete er Spiele bis zur Amateur-Oberliga und war auch in der Regionalliga als SR-Assistent im Einsatz.

Germanen nach Abseitsentscheidung auf dem Rückzug

Abseits! Die Germanen taten sich mit einigen Entscheidungen des Stader Gespanns schwer, so dass Spielleiter Kurschat Kritik an seinen Assistenten ausdrücklich unterband und Kapitän Lars Höhmann deswegen verwarnte.

Hülsens Lasse Gehlich (8) und Malte Ruge (7), der wie ein Rohrspatz schimpfte
Christian Peycke zeigte vorbildlichen Einsatz wie die meisten anderen auch

Die Flanke von Geoffrey Venohr (10) scheint auf den Kopf von Torben Kwiatkowski in der Mitte zu passen. Von rechts stürmt auch noch der Grün-Weiße Björn Hackländer heran, wobei ihn sein Gegenspieler an der Grenze des Erlaubten behindert.

Cadenberges Christian Peycke kommt gegen den grätschenden Hülsener nicht mehr an den Ball. Beide Teams spielten mit großem Einsatz, so dass die Zuschauer durchaus auf ihre Kosten kamen, denn es wurde recht guter Fußball mit vielen Toren (9) geboten.

die Hülsener vergaben etliche Torchancen in der ersten Halbzeit
mit diesen Aktionen zeichnete er sich wieder aus

Cadenberges Torwart Christian Ramm stand im Brennpunkt des Geschehens;
hier hat er allerdings Zeit, in Ruhe abzuschlagen

Torwart Ramm nach zwei glänzenden Abwehraktionen kurz vor der Halbzeit, unterstützt durch Stefan von Essen; der Ball befindet sich am rechten Rand

wenn es eng wurde, wurden beide schon mal ziemlich laut
auch der Schiedsrichter musste viel Laufarbeit leisten
Thorben Kwiatkowski hat den Ball weggeköpft

Hülsens Betreuer Frido Oertmann reicht seinem “stimmgewaltigen” Malte Ruge die Wasserflasche

“Weiterspielen!” signalisiert hier Schiedsrichter Daniel Kurschat, und Cadenberges Björn Hackländer treibt den Ball weiter nach vorne

Stark unter Druck in der 1. Hälfte: Cadenberges Abwehr mit v.li. Stefan von Essen (4) gegen Hülsens Mirko Cordes (6), der 2 Tore schoss; Mitte Torben Kwiatkowski (8) und Kapitän Lars Höhmann (2)

Cadenberge - Hülsen
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